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Jetzt wirds ernst – wir bauen ein Haus*

Nachdem wir die Hochzeit jetzt erst mal sehr erfolgreich von unserer To Do Liste streichen konnten, steht bereits der nächste große Baustein in den Startlöchern. Das Thema Haus! Ich dachte mir, dass ich Euch diesbezüglich mal eine Runde update, weil immer mehr Fragen aufkommen, wann es so weit sein wird oder auch generell, wie der Stand ist.

Ein Grundstück in Berlin finden – ist das noch möglich?

Wir gehen mal der Reihe nach, denn die Geschichte ist inzwischen schon etwas länger und z. T. echt verrückt. In Berlin ein Haus bzw. ein leeres Grundstück zu finden, das bezahlbar ist, ist eigentlich schon fast unmöglich. Ich werde oft gefragt, wie wir an unser Grundstück gekommen sind. In Berlin definitiv eine berechtigte Frage.

Seit ca. 2 Jahren steht das Thema Hausbau/Findung bei uns auf dem Plan. Zunächst war mein Mann nur ab und an mal bei Immoscout und Co. unterwegs und hat nach Angeboten gesucht. Bis wir festgestellt haben, dass alle Angebote die online sind, bereits vergeben sind oder nur noch als Köder für andere Objekte dienen. Also mussten wir schneller sein, als die Onlineinserate. So gingen wir gezielt Makler, Hausbaufirmen und Privatpersonen an. Lange Zeit sind wir jeden Sonntag mit dem Auto durch unsere Lieblingsgegenden gefahren, um zu schauen, ob wir leere Grundstücke finden. Wir haben durchaus Glück gehabt, aber im nächsten Schritt dann auch die Eigentümer ausfindig zu machen, war echt schwierig. Beim zuständigen Bauamt oder aber auch in Ausnahmefällen beim Katasteramt bekommt man die nötigen Informationen dazu – natürlich nur gegen Bezahlung und bei manchen Grundstücken wurde uns auch direkt in der Eingangstür gesagt, dass hier schon so viele Leute vor uns waren und die Eigentümer nicht verkaufen wollen. Bei anderen Grundstücken kamen wir leider zu spät oder wurden von den aktuellen Mietern direkt angepöbelt, dass wir gehen sollen. An den Reaktionen der Leute hat man schnell gemerkt, dass wir nicht die Ersten waren, die auf diese Idee kamen. Letztlich sollten wir aber noch eine Chance bekommen. Da bis dato jedoch alle Optionen nichts gebracht hatten, kam meinem Mann die Idee (der hat echt immer sehr gute Einfälle) das Pferd von hinten aufzuzäumen. So sind wir zu einer Hausbaufirma gefahren und haben einen Hausvertrag mit ihnen geschlossen. Dieser wird nach drei Monaten aufgelöst, falls kein Bauland vorhanden ist. Die Hausbaufirmen springen dann nämlich mit in die Suche rein, weil sie natürlich mit uns bauen wollen.

Der erste Vertrag platze, weil kein Grundstück gefunden wurde, aber unser damaliger Projektleiter hat uns eine Empfehlung gegeben, der wir nachgegangen sind. Es sollte unser neuer Grund und Boden werden.

Bis es dann aber zum Kauf kam, verging gut ein Jahr. Wir mussten mit so vielen unterschiedlichen Gegebenheiten arbeiten: zwei Makler, Wasser am Grundstück, Erbengemeinschaft, Erschließung und und und … Das Grundstück ist sehr speziell und viele haben es bereits vor uns abgelehnt – unser Fluch und Segen zugleich. Es ist die einzige Chance, die wir haben und hoffentlich wird es am Ende alles so, wie wir es uns vorstellen.

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Wie ist der aktuelle Stand?

Bevor Du ein Haus bauen darfst, müssen die entsprechenden Anschlüsse gelegt werden: Gas, Wasser, Strom und Medien. Bei den meisten Grundstücken machen das die Eigentümer direkt, weil sich die Grundstücke dann leichter verkaufen lassen. Bei uns war das leider nicht der Fall. Wir müssen das selber machen, gemeinsam mit drei anderen Parteien. Das ist viel organisatorische Bürokratie und dauert leider echt lange. Die Berliner Wasserbetriebe, die für Zu- und Abwasser zuständig sind, brauchen 6-12 Monaten, um das Projekt in Gang zu kriegen. Und das Bauamt wiederum, wo wir dann den eigentlichen Bauantrag stellen müssen, sagen, dass die Erschließung „geklärt“ sein muss, bevor ein Antrag zum Bauen gestellt werden darf. Das „geklärt“ hab ich bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da es Auslegungssache ist. Wir hoffen darauf, dass es vielleicht das definierte Datum der BWB sein kann, das uns den Startschuss geben kann. Die Erschließung ist angemeldet und läuft – das war der erste große Meilenstein. Jetzt sitzen wir an unseren Wochenenden über den Grundrissen und planen unser Haus. Hierbei muss leider auch so einiges beachtet werden, weil das Bauamt einiges in Bezug auf die Bauweise vorgibt. In den ersten Monaten war ich echt traurig und stinkig darüber, dass ich „mein Traumhaus“ nicht bauen konnte, wie ich das wollte. Ein Architektenhaus, hohe Decken, endlose Fensterfronten – ähnlich wie ein altes Fabrikgebäude – nur modern eben. Ja nix da. Schön in die Umgebung eingliedern und aussehen wir alle anderen. Na ja, da arbeiten wir grade dran, dass genau das nicht passiert. Aber deswegen ist auch die Planung nicht ganz nicht einfach. Es ist eben ein Projekt! Auf Pinterest habe ich mir auch hierzu oft Inspirationen geholt. Wie kann das Haus aussehen, Grundrisse, Außenfarben, Materialien etc. – das gibt dem Ganzen schon mal ein Gesicht. Denn alles immer nur auf Plänen und in Zahlen zu sehen, ist für mich als Kreativen echt schwierig.

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Worauf freue ich mich am meisten?

Natürlich aufs Einrichten! Boah Leute, ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr mich diese Pläne und Verträge stressen. Das ist nämlich so gar nicht mein Ding und ohne den Mann würde ich daran schier verzweifeln! Tommy muss mich immer regelrecht dazu überreden, dass wir uns an die Pläne setzen. Ich hingegen habe so richtig Bock darauf das Haus dann einzurichten. Ich habe schon so viele tolle Ideen und Boards angelegt, dass ich es kaum noch abwarten kann. Als ich letztens mal wieder bei Möbel Wikinger vorbeigeschaut habe, kribbelte es mir regelrecht in den Händen. Sie hatten so viele schöne Teile dort, die ich mir im Haus vorstellen konnte. Z. B. gab es dort diese tollen Steinwaschbecken, kennt ihr die? Ich will so eins …

Außerdem wünsche ich mir mindestens eine von diesen tollen alten Schiebetüren, wie Ihr unten sehen könnt und genauso wie diese großen Fabrikfenster bzw. sogenannten window walls. Die finde ich so so klasse. Aber ich glaube mal wieder, dass meine Wünsche viel zu speziell sein werden für unseren Geldbeutel. Das kann ich Euch sagen, das Projekt frisst uns auf. Es ist so verrückt, wie schnell das Geld weggeht! Und immer heißt es nur noch mehr, noch mehr. Wir kommen sehr schnell auf den Boden der Tatsachen, aber deswegen freut man sich am Ende dann auch über die kleinen Dinge. Ich gebe die Hoffnung auf jeden Fall nicht auf und mal sehen, vielleicht bekomme ich ein paar dieser Elemente ja mit untergebracht.

Falls Ihr grade auf der Suche nach ein paar schönen Inspirationen seid und vielleicht auch noch das ein oder andere Item für Eure Wohnung oder Euer Häusle sucht, Möbel Wikinger hat vom 18.- 30.09.2017 seinen jährlichen und einzigen Schlussverkauf. 30 – 60 % aus ausgewählte Artikel. Ich durfte schon mal vorsneaken und kann Euch sagen, ich hätte so viel direkt mitnehmen können. Aber leider muss ich mich ja noch etwas gedulden, denn ich erzähle Euch jetzt nicht, dass wir bereits ein kleines Lager angemietet haben, in dem schon unsere neue Couch und ein paar weitere kleine Utensilien stehen. Die hatten wir schon mal in einem Sonderabverkauf geschossen. Doch jetzt, nach gut einem Jahr, sind sie nur leider keine Schnäppchen mehr! That’s life oder?

Hier  shon mal ein kleiner Vorgeschmack, was Euch bei Möbel Wikinger schönes erwarten wird. Das und noch ganz viel mehr.

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1 Kommode, 2 Sessel, 3 Couch, 4 Tische, 5 Tisch, 6 Hocker, 7 Stuhl gelb, 8 Stuhl beige

Was sind die nächsten Schritte

Wir hoffen, die rohe Hausplanung bald abschließen zu können und dann die Abnahme vom Architekten zu bekommen. Daraufhin stellen wir den Bauantrag. Da wir ein Fertighaus bauen, welches in ca. vier Monaten in einem Werk gefertigt wird, hoffen wir darauf, dieses parallel zur Erschließung fertigen lassen zu können. Im besten Fall ist das Haus fertig, wenn die Erschließung durch ist, was voraussichtlich Anfang nächsten Jahres sein wird. Wenn diese beiden Bausteine dann ineinandergreifen, müssen wir leider noch eine Pfahlgründung machen lassen. Das heißt, wir müssen unser Haus auf Pfähle setzen lassen, weil wir Wasser in der Nähe haben und damit schlechten Baugrund. Ja, das eine was man will, das andere was man dann muss. Ich hoffe Euch im nächsten Beitrag schon etwas mehr erzählen und vor allem zeigen zu können, aber wie Ihr seht, haben wir noch ein Menge Arbeit vor uns. Drückt uns die Daumen, dass alles klappt!

Falls Ihr Fragen habt, oder vielleicht hilfreiche Hinweise, ich freue mich über alles! Gern her damit!

*Dieser Beitrag ist in toller Zusammenarbeit mit Möbel Wikinger entstanden

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