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Lanzarote – so facettenreich kann eine Insel sein

Ja, dieses Lastminute – die größte Marketing Verarschung ever – hat dafür gesorgt, dass unser letztes Reiseziel auf Lanzarote fiel. Preisleistung und vor allem das Hotel klangen echt überzeugend! Aber Ihr wisst ja, wie das ist, wenn man ein Hotel bucht, was im Netz fantastisch aussah und man vor Ort sehr schnell auf den Boden der „Werbetatsachen“ zurückgeholt wird!

Wir hatten jedoch echt großes Glück gehabt! An-und Abreise liefen wie am Schnürchen – wenn man davon absieht, dass man Ryanair als Airline echt knicken kann! Ich habe selten so eine beschissene Fluglinie erlebt. QVC ist ’n Scheißdreck dagegen. Fünf Stunden Flugzeit ohne (kostenfreie) Verpflegung, aber dafür Duty Free und Verkaufsgeplänkel, das es nur so kracht! Kann ich wirklich so gar nicht empfehlen!

Der Transfer brachte uns in knapp 30 Minuten Fahrzeit vom Flughafen zum Playa Blanco. Dieser heißt nicht umsonst so! Ich sag Euch, der Strand sah aus wie auf den Malediven! Kristallklares, türkisfarbenes Wasser – OMG! Direkt am Strand stand ein wunderschönes Hotel – das Princesa Yaiza. Ja, der Name ist ein bisschen interessant, aber die Anlage einfach umwerfend!

Unsere war das übrigens auch! Das H10 white suites Hotel hielt, was es auf den Internet Bildern versprochen hatte. Eine wirklich schöne Poolanlage mit kleinen schlichten Apartment Häuschen drum herum. Eine sehr gepflegte Gartenanlage mit Kakteen soweit das Auge reichte – ich liebe Kakteen, hab ich das schonmal erwähnt?

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Und apropos Kakteen – wart Ihr schon mal in einem Kakteengarten? Diesen gibt es nämlich auf Lanzarote: jardin de cactus. Wir waren dort und es ist wirklich faszinierend, wie viele verschiedene Arten es von Ihnen gibt! 6€ kostet der Eintritt und ich finde, das sollte man wirklich mal gesehen haben.

Ebenfalls sehenswert und mein absolutes Highlight dieser Insel: LagOmar – Art and nature! Eines der spektakulärsten Privatgrundstücke von Lanzarote. Ursprünglich von César Manrique konzipiert und entworfen von der Künstlerin Jesús Soto für den britischen Entwickler Sam Benady. Es ist in vulkanischer Steinbruch mit natürlichen Labyrinthen und Höhlen. Ein wahrhaft spektakuläres Kunstwerk, das von der Natur aus der geschmolzenen Lava entstanden ist, die einst die gleichen Hänge des alten Vulkans über LagOmar herunterfloss.

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In den frühen 1970er Jahren kam Schauspieler Omar Sharif nach Lanzarote, um „The Mysterious Island“ zu filmen, er besuchte LagOmar, verliebte sich in sie und kaufte sie. 1989 kauften zwei Architekt aus Deutschland und Uruguay das Haus und initiierten die letzte Entwicklungsphase. Sie suchten den Rat der lokalen Künstler und schufen eine einheimische Architektur, inspiriert von den Elementen der Insel. Die vorhandenen Höhlen wurden mit Holz und Artefakten aus lokalen Schiffswracks renoviert. Lokale Pflanzen wurden in das Design integriert: sowie Kakteen, Palmen, Aloe und Bougainvillea. Sie benutzten Glas, gewaschenen Beton und Kieselsteine um kreisförmige Patios und eine Reihe von kurvenreichen Räumen zu erzeugen. Alle quadratischen Formen wurden hier vermieden. Ein unbeschreiblich schönes Anwesen, in dem man essen, feiern und auch schlafen kann. Das solltet Ihr unbedingt haben solltet. Auch hier kostet der Eintritt ca. 6 €.

Dem Timanfaya hat die Insel ihre spannende Geschichte zu verdanken. Lanzarote besteht nämlich zu 2/3 aus Vulkangestein, von ca. 100 Vulkanen, die es auf der Insel gibt. Das Areal um den Timanfaya ist eine Ansammlung von verschiedenen Kratern und Wüstenlandschaften, die man besichtigen kann. Das Gebiet ist atemberaubend und ehrfürchtig. Die Überreste der roten Lava und die Gesteinsschichten lassen viel erahnen. Die geführte Tour kann ich nicht wirklich empfehlen, da man nur stur mit einem Bus durch bzw. um die Vulkane herum fährt, ohne aussteigen zu können. Damit fällt das Bildmaterial hierzu einfach sehr mau aus. Aber schon allein das Gebiet um die Krater herum ist spannend, dunkel, gebrochen und mystisch – einfach Hammer! Wer möchte, kann auch statt dem Bus, das Kamel nehmen. Wir haben uns dagegen entschieden, da mir die Tiere immer so leid tun. Keine Ahnung, ob das richtig, weil man die Tiere und ihre Halter damit ja auch irgendwie unterstützt – ich weiß es nicht! Das muss jeder für sich selbst wissen. Ein tolles Bild geben sie auf jeden Fall ab! Die hellen Tieren in dieser toten, dunklen Landschaft – toll!

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Um Euch ein Gefühl von Zeit und Entfernungen zu geben – wir haben diese drei Stationen an einem Tag besichtigt, in einem Auto, das gefühlt nur 55 PS hatte und die Straßen nur max. 90 km zuließen. Wir hätten auch noch eine mehr geschafft, waren aber einfach zu faul. Was ich damit sagen will, die Insel ist wirklich nicht sonderlich groß und meine Empfehlung wäre nicht länger als 10 Tage dort zu bleiben. Und darin sind ca. sieben Tage Pool- und Beachtime eingerechnet.

Ich hoffe der Beitrag hat Euch gefallen. Falls Ihr noch Fragen habt, gern her damit! Ich wünsche Euch noch einen tollen Montag und vor allem einen guten Start in die neue Woche!

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